Passprobe einer Baugruppe ohne Klebstoff

Beim Anpassen und Korrigieren eines Bauteiles in einer Baugruppe reichen oft 10 Finger und zwei Hände nicht aus. Wieder und wieder fallen die zusammengehaltenen Teile aus der Hand, wenn das entscheidende Teil zur Kontrolle in die Baugruppe eingefügt werden soll.
Ich stand mal wieder vor dem Problem, dass ein Teil angepasst werden musste. Die rechte Abdeckwand des Motorraumes des MAN 10 t mil gl war einige Zehntelmillimeter zu lang, sodass die hintere Motorraumabdeckung beim endgültigen Verkleben frei in der Luft hängen würde. Auch mit Hilfe einer Vorrichtung oder der Zuhilfenahme von Gummibändern und Klebeband, kann man notwendige Korrekturen an Bauteilen oft nur unter großen Schwierigkeiten durchführen.
Ich dachte mir, dass Maskol ja eigentlich sehr schnell ablüftet und gut klebt. Ich habe bei allen meinen Lkw-Modellen die Fensterausschnitte der Fahrerhäusern von innen mit dünnen Pappmasken verklebt, auf deren Ränder ich Maskol auftrug. Ich mache das regelmäßig, um die Karosseriefarbe zu spritzen. Daher dachte ich mir, trag doch mal Maskol auf die vorgesehenen Klebestellen am Fahrerhaus auf und füge diese Teile dann zusammen. Gesagt, getan, das Ergebnis war sehr standfest und belastbar. Siehe Bilderstrecke. Das Auseinandernehmen geht ebenfalls sehr gut. Danach Maskolreste abrubbeln, dass geht rückstandsfrei, dann kann weitergearbeitet werden.
Ich gehe davon aus, dass jedes andere Maskiermittel auf Ammoniakbasis ebenso funktioniert.

Bericht und Fotos: Hans-Joachim Meyer