Krupp Titan SW80 SZM mit Auflieger Teil 3

Teil 3:

Da ich mit meiner Rhino-CAD-Software den Auflieger in allen wesentlichen Teilen schon im Sommer fertig gezeichnet hatte, konnte ich mich im Winter intensiv dem Bau des Aufliegers zuwenden. Von diesem Modell hatte ich kein konkretes Vorbildmodell. Es entspricht aber im Erscheinungsbild den damals auf den Straßen rollenden Aufliegern. In meiner 1:87er Sammlung habe ich mich nach einem Modell aus der Epoche umgesehen und bin fündig geworden. Die Auflieger hatten gerade, oder am Übergang zu den Seiten abgerundete Frontwände. Teils waren die abgerundeten Fronten ganz aus Stahlblech oder mit einem Mittelteil aus Holz, an dem dann die Plane, gespannt über Spriegel, befestigt wurde. Ich entschied mich natürlich für den schwierigen Part. Der Zusammenbau der Bausatzachsen zu einem Doppelachsaggregat ging schnell von der Hand. Die Längsrahmenteile aus dem Bausatz fanden keine Verwendung. Bis zur Front wurde der Längsrahmen neu aufgebaut. Alle Querträgerteile fanden, soweit notwendig, Verwendung. An allen Verbindungsstellen wurden Verstärkungen aus 2mm PS-Platte eingeklebt. Die Pritschenböden der Anhänger wurde so geschnitten, das Klebestellen des Rahmen nicht mit denen des Boden zusammentrafen. Die Kotflügel wurden aus den vorderen Bausatzkotflügeln zusammengesetzt. Weiter ging es mit den Bordwänden. Hier hatte ich mir eine Zeichnung der Bordwände gefertigt (siehe Screenshots) um die Schnitte für eine absolut symmetrische Anordnung der Scharniere festzulegen. Die Bordwände spannte ich am Lineal auf dem Frästisch fest und schnitt sie mit einem 1,1mm Fräser passend zu. Ein feiner Pinselstrich mit Ethylester verschweißte die Bordwänden, sodass die Nähte unbearbeitet, nach dem Lackieren, kaum noch zusehen sind. Mit den Planen verfuhr ich ebenso. Dann wurden die abgerundeten Bordwände an der Vorderseite montiert und die hölzerne Frontwand dazwischen eingepasst. Probleme bereiteten die gebogenen Planenwände. Auf Grund ihrer enormen Materialstärke musste ich sie lange mit der Heißluftpistole quälen, bis sie sich anpassen ließen. Spachteln der Nähte, schleifen und grundieren, waren Routine. Das Diamantmehl-Logo und das Firmenlogo sollten per Airbrush lackiert werden. Doch da machten die Plotterfolie und die faltige Planenfläche nicht mit. Die Folie hob sich sofort aufgrund ihrer mangelnden Flexibilität vom faltigen Untergrund ab. Also blieb nur der Decaldruck als Mittel der Wahl. Auch das Auftragen der Decals war nicht einfach, gelang aber dann unfallfrei. Das Anbringen der Rücklichter und des amtl. Kz., sowie der Bau von Unterlegkeilen und deren Halterungen, war dann nur noch eine Fingerübung. Warum ich das Modell erst Ende Januar fertiggestellt habe? 2015 war für mich gesundheitsmäßig ein Seuchenjahr, da ich insgesamt fast 1,5 Monat im Frühsommer und 3 Monate im Herbst nur eingeschränkt einsatzfähig war. Es kann nur besser werden………… hoffentlich!